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Bewegung/Sport

Regelmäßige sportliche Betätigung nach einer Krebstherapie kann die Lebensqualität  erheblich verbessern. Sportlich aktive Patienten leiden demnach weniger unter dem Fatigue-Syndrom, sind weniger ängstlich, haben bessere Schlaf-Rhythmen, sind weniger depressiv und fühlen sich entspannter und ausgeglichener.

Mehr Informationen zu diesem Thema stellt zum Beispiel die Internetseite der Initiative  "Brustkrebs bewegt" zur Verfügung: www.brustkrebs-bewegt.de

Sportliche Aktivität verbessert die Lebensqualität

Sportliche Aktivität verbessert die Lebensqualität

Menschen mit einem körperlich aktiven Lebensstil haben eine bessere Verdauung, ein gesünderes Körpergewicht, eine veränderte Hormonproduktion und ein besseres Immunsystem und bekommen daher seltener Krebs. Die Effektivität von sportlichen Übungen bei der Verhinderung des erneuten Auftretens einer Erkrankung muss noch weiter untersucht werden. Sie führen aber eindeutig zu einer besseren Lebensqualität. Nebenwirkungen der Strahlentherapie werden von sportlich aktiven Patienten besser verkraftet und auch die Übelkeit bei einer Chemotherapie kann dadurch reduziert werden.

Sportprogramme für Krebspatienten

Die meisten Ärzte raten deshalb heute nicht mehr dazu, sich nach einer Operation erst einmal auszuruhen, sondern zu angemessener sportlicher Aktivität. Manche Kliniken haben inzwischen eigene Sportprogramme für Krebspatienten und deutschlandweit gibt es über 500 spezielle Krebs-Nachsorgesportgruppen. Die Adressen können Sie bei Ihrer Nachsorgeklinik erhalten oder beim Krebsinformationsdienst (KID) (www.krebsinformationsdienst.de) erfragen.

Die meisten Frauen haben am meisten Spaß, wenn sie den Sport in einer Gruppe betreiben. Sie können Ihre Übungen jedoch auch alleine durchführen. Wichtig für den Erfolg ist die Berücksichtigung Ihrer individuellen Fähigkeiten. Lassen Sie sich von einem Arzt untersuchen und besprechen Sie mit ihm wie viel Sie sich zumuten können.

Geeignete Sportarten bei Brustkrebs

Wenn Sie sich noch nicht viel zutrauen, können Sie zunächst mit Spaziergängen oder Gartenarbeit anfangen, um in Bewegung zu kommen. Fühlen Sie sich etwas fitter, sind Gymnastik, Wandern, Walking, Joggen, Schwimmen und Radfahren sehr empfehlenswerte Sportarten. Auch Yoga, Qi Gong und T'ai Chi Chuan sind sehr gut geeignet um die körperliche Verfassung zu verbessern, da bei den entsprechenden Übungen die richtige Atmung, die grundlegend für die Funktionsfähigkeit vieler Organe ist, eine bedeutende Rolle spielt.
Vorsicht ist allerdings bei anstrengender körperlicher Aktivität geboten, wenn Sie ein (ausgeprägtes) Armlymphödem haben. In der Wundheilungsphase nach OP und bei geschwächtem Immunsystem (z.B. nach Chemotherapie) sollten Sie ebenfalls vorsichtig sein, damit Sie sich nicht zufällig anstecken und durch eine Infektion die Wundheilung verzögern (z.B. verschmutze Erde, Schwimmbad).

Überfordern Sie sich nicht

Leistungssport, Klettern und Oberkörperbodybilding, sowie alle Sportarten, bei denen der Oberkörper stark belastet wird, sind dagegen für Brustkrebspatientinnen nicht geeignet.

Passen Sie gegebenenfalls Ihre Übungen so an, dass der Arm der betroffenen Seite nicht zu stark belastet wird. Völlig vermeiden sollten Sie die Bewegung dieses Armes jedoch nicht, denn eine zu geringe Inanspruchnahme kann der Entstehung eines Armlymphödems förderlich sein.

Wählen Sie eine Sportart, die Ihnen Spaß macht und führen diese regelmäßig aus. Übernehmen Sie sich aber dabei nicht. Nach Ihrer Behandlung sind Sie eventuell ohnehin häufiger müde. Wenn Sie sich zu viel auf einmal zumuten ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Sie nicht durchhalten. Starten Sie deshalb in kleinen, durchführbaren Schritten und halten Sie sich vor Augen, dass Sie nicht Hochleistungssportlerin werden, sondern lediglich Ihren Energiehaushalt verbessern wollen.

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(pp)

Letzte Aktualisierung: 26.04.2011


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