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Brustkrebs - Früherkennung

Je früher eine Brustkrebserkrankung entdeckt wird, desto größer ist die Chance auf eine vollständige Heilung. Solange sich die Ausbreitung der Tumorzellen auf die Brust beschränkt, sind die Heilungsaussichten sehr gut.

Viele Tumoren werden von den betroffenen Frauen bei Selbstuntersuchungen gefunden. Die Mehrheit dieser Frauen sucht den Arzt auf, weil sie eine Verhärtung in ihrer Brust gefunden haben. Diese tritt meistens im äußeren oberen Viertel der Brust auf, ist häufig fest und verursacht keine Schmerzen.

Auch Veränderungen der Brusthaut, der Größe und Form der Brust, sowie Einziehungen, Verwölbungen oder andere Veränderungen der Brustwarzen können auf einen Tumor hindeuten.

Selbstuntersuchung der Brust

© Jochen Schönfeld - Fotolia.com

Führen Sie regelmäßig eine Selbstuntersuchung Ihrer Brust durch. Dadurch bekommen Sie ein besseres Gefühl dafür, wie sich Ihre Brust an verschiedenen Zeitpunkten im Monat anfühlt. Veränderungen werden Ihnen dann schneller auffallen.

Diese Untersuchung sollten Sie einmal im Monat vornehmen. Der günstigste Zeitpunkt dafür ist ca. 8 Tage nach der Regelblutung, da das Brustgewebe dann weicher ist als sonst.

Wenn Sie eine ungewöhnliche Veränderung feststellen, sollten sie einen Termin bei Ihrem Arzt vereinbaren, um gegebenenfalls weitere Untersuchungen einzuleiten.

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Ärztliche Früherkennungsuntersuchung

Die Brustkrebs-Früherkennungsuntersuchung beim Frauenarzt wird ab dem 30. Lebensjahr einmal jährlich von der Krankenkasse bezahlt. Zu dieser Untersuchung gehört das sorgfältige Abtasten der Brüste und der Lymphknoten in den Achselhöhlen sowie eine Untersuchung der Haut. Stellt Ihr Arzt dabei irgendwelche Veränderungen fest, die auf einen Tumor hindeuten, so wird er Sie zunächst zur Mammographie zum Radiologen oder in die Klinik überweisen.

Mammographie

Die Mammographie ist eine spezielle Röntgenuntersuchung der Brust, die Knoten auch unterhalb der tastbaren Größe von etwa einem Zentimeter sichtbar machen kann. Hierbei wird mithilfe von sehr niedrig dosierten Röntgenstrahlen die Gewebedichte der Brust abgebildet.

Helle Stellen auf dieser Abbildung zeigen Bereiche mit höherer Gewebedichte. Dabei kann es sich sowohl um einen bösartigen Tumor als auch um gutartige Geschwülste oder Mikroverkalkungen handeln.

Auffälligkeiten bei der Mammographie müssen also noch nicht bedeuten, dass Sie Brustkrebs haben. Ist das Ergebnis der Mammograpie unklar, wird häufig zusätzlich eine Mammasonographie durchgeführt.

Falls es eindeutig Gewebeverdichtungen gibt, werden weitere Diagnosemethoden, wie z.B. eine Biopsie durchgeführt, um festzustellen, ob es sich um eine bösartige Veränderung handelt.

Frauen ab dem 50. Lebensjahr wird empfohlen mindestens alle 2 Jahre eine Mammographie zur Früherkennung durchführen zu lassen.

Mammasonographie (Ultraschalluntersuchung der Brust)

Bei der Mammasonographie wird die Gewebestruktur der Brust mithilfe von Ultraschallwellen abgebildet. Sie gilt nicht als Routine-Früherkennungsmaßnahme, sondern wird vor allem dann eingesetzt, wenn das Resultat einer Mammographie unklar ist. Sie ist bei bindegewebsreicher Brust, also besonders bei Frauen vor den Wechseljahren, besonders aussagekräftig und sollte daher in dieser Altersgruppe ergänzend durchgeführt werden.

Mamma MRT

Für Frauen mit erblich bedingtem erhöhten Brustkrebsrisiko wird bereits ab dem 25. Lebensjahr einmal pro Jahr eine Kernspintomographie empfohlen, da Mammographien in diesem Alter wegen des dichten Drüsengewebes oft nicht sehr aussagekräftig sind.

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Quellen:

  • Köchli OR et al. Gynäkologische Onkologie: Manual für Klinik und Praxis. Springer 1998
  • Patientenratgeber Brustkrebs. Deutsche Krebsgesellschaft 2009 www.krebsgesellschaft.de

(pp)

Letzte Aktualisierung: 20.04.2011


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