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19.12.09

Was bringt das Mammografie-Screening?

Welchen Nutzen hat das Mammografie-Screening, zu dem seit 2005 zehn Millionen Frauen in Deutschland alle zwei Jahre eingeladen werden? Kürzlich wurden aktuelle Daten zur Reihenuntersuchung auf Brustkrebs veröffentlicht.

Was bringt das Mammografie-Screening?

Im Rahmen des Mammographie-Screenings wird jede Frau im Alter von 50 bis 69 Jahren alle 24 Monate zum Mammografie-Screening eingeladen. Die Kosten liegen bei 300 bis 400 Millionen Euro pro Jahr. Der Gemeinsame Bundesausschuss und die Kooperationsgemeinschaft Mammographie veröffentlichten kürzlich eine erste Zwischenbilanz des Projekts.

Seit Beginn der Reihenuntersuchung auf Brustkrebs haben Ärzte bei wesentlich mehr Frauen Tumore entdeckt als zuvor. Die Mediziner fanden bei 7 bis 8 von 1000 Frauen einen Tumor. Ohne Screening waren vorher bei 2 bis 3 von 1000 Frauen Karzinome entdeckt worden. Positiv ist auch, dass doppelt so viele Tumore mit einer Größe bis zu 1 cm Durchmesser entdeckt wurden. Denn bei kleinen Karzinomen bestehen sehr gute Heilungs-Chancen.


Daten zur Anzahl der geretteten Leben werden 2015 erwartet

Ob durch das Screening deutlich weniger Frauen an Brustkrebs versterben, kann frühestens im Jahr 2015 ausgewertet werden. Nachbarländer wie die Niederlande, die schon seit vielen Jahren screenen, haben ihre Rechnung schon aufgemacht: Von 200 Frauen, die sich 20 Jahre testen lassen, wird eine zusätzlich gerettet - sagen Studien. Im Moment gehen Schätzungen für Deutschland davon aus, dass es mit erfolgreichem Screening hierzulande in Zukunft jedes Jahr bis zu 2.000 Brustkrebstote weniger geben könnte - also rund 15.500 statt 17.500.

Quelle:

  • Kooperationsgemeinschaft Mammographie: „Erster Evaluationsbericht vorgestellt“ Pressemitteilung vom 21.09.2009; www.mammo-programm.de

(me/sas)
azp-6835/09




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