![]() |
![]() |
|
|
|
NachsorgeNach Abschluss der Operation und gegebenenfalls Strahlen- bzw. Chemotherapie beschäftigen sich viele Patientinnen mit Fragen wie: Bleibe ich gesund? Tritt der Brustkrebs wieder auf? Wird die Behandlung langfristige Folgen haben? Die Nachsorge hat hier die Aufgabe, die Patientinnen auch in dieser Zeit umfassend zu unterstützen. Wenn eine zusätzliche Hormontherapie angezeigt ist, dauert diese in der Regel mehrere Jahre. Eine ärztliche Überwachung ist während dieser Zeit ohnehin erforderlich. Warum Nachsorge?Die regelmäßigen Arzttermine haben mehrere Ziele. Zum einen sollen neu auftretende Tumoren in der bereits erkrankten Brust oder auf der anderen Seite so früh wie möglich erkannt werden, solange sie noch auf die Brust beschränkt sind. Eine frühzeitige Therapie kann bei einem lokalen Rückfall eine langfristige Heilung herbeiführen. Zum anderen dient die Nachsorge dazu, therapiebedingte Folgeerkrankungen sowie neu aufgetretene Begleiterkrankungen zu erkennen und zu behandeln. Welche Untersuchungsabstände?Die im Rahmen der Nachsorge durchgeführten Untersuchungen müssen immer auf die betroffene Patientin abgestimmt werden. Die Leitlinien der ärztlichen Fachgesellschaften geben jedoch einen Rahmen hierfür vor. So werden zur Zeit für die ersten drei Jahre nach der Operation vierteljährliche Kontrollen mit Erhebung der Krankengeschichte und körperlicher Untersuchung empfohlen. Wichtig bei diesen Terminen ist das Gespräch über die aktuellen Beschwerden und Probleme. 1. - 3. Jahr:
ab dem 4. Jahr:
ab dem 6. Jahr:
Weiterführende Untersuchungen sollten nach Bedarf bei Beschwerden oder bei verdächtigen Befunden während der Basisuntersuchung erfolgen. Was bedeutet Rehabilitation?Nach Abschluss der Behandlung dauert es einige Zeit, bis die Patientinnen wieder über eine gute Leistungsfähigkeit verfügen und im Alltag gut belastbar sind. Um diesen Weg professionell zu begleiten, gibt es verschiedene Möglichkeiten der ambulanten und stationären Rehabilitation. Kostenträger sind die Krankenkassen, Rentenversicherer bzw. private Krankenversicherungen. Im Rahmen einer Reha-Maßnahme stehen Wiedererlangung der körperlichen Fitness, gegebenenfalls die Planung des Wiedereinstiegs in den Beruf, Erfahrungsaustausch mit anderen Betroffenen, psychosoziale Beratung und psycho-onkologische Begleitung im Vordergrund. Die Rehabilitation sollte bald nach der Operation geplant werden. Wenn eine Chemotherapie vorgesehen ist, kann ein Reha-Aufenthalt entweder im Anschluss an die Chemotherapie erfolgen oder Teile der Chemotherapie werden in einer Reha-Klinik durchgeführt. Was können Sie selber tun?Sprechen Sie beim Arztbesuch alle Probleme an. Gymnastik und sportliche Betätigung, auch Schwimmen, steigern das Wohlbefinden und helfen mit, ein Lymphödem zu verhindern. Welche Sportarten bei Brustkrebs geeignet sind und was es hier zu beachten gilt, erfahren Sie in dem Kapitel Brustkrebs und Bewegung. Für manche Frauen ist der Erfahrungsaustausch in einer Selbsthilfegruppe auch nach Abschluss der Behandlung hilfreich. Achten Sie auf eine ausgewogene Mischkost mit viel Obst und Gemüse. Soziale InformationenIn der Broschüre Soziale Informationen, die vom Bundesverband Frauenselbsthilfe nach Krebs heraus gegeben und jährlich aktualisiert wird, finden Sie viele hilfreiche Hinweise und Informationen für die Organisation des Lebens nach der Diagnose Krebs. Anfordern können Sie diese Broschüre über die Website der Frauenselbsthilfe nach Krebs www.frauenselbsthilfe.de . (pp) Letzte Aktualisierung: 26.04.2011 |
Service
Fachkreise-Login
|
| 1214905/11 | ||