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Umgang mit NebenwirkungenZiel einer antihormonellen Therapie beim Brustkrebs ist es, die wachstumsstimulierende Wirkung auf den Tumor durch weibliche Hormone wie Östradiol zu verhindern. Um dies zu erreichen, werden entweder die Bindestellen (Rezeptoren) der Tumorzelle für Östrogene blockiert (Tamoxifen) oder die Bildung von Östrogenen wird unterbunden (Aromatasehemmer und GnRH-Analoga). Was tun bei Hitzewallungen?Hitzewallungen sind auf die niedrigen Östrogenspiegel oder die verminderte Wirkung der Hormone unter einer antihormonellen Therapie zurückzuführen. Was Sie selbst tun könnenManche Frauen berichten, dass regelmäßige Bewegung, Entspannungsverfahren oder Hydrotherapie ihre Beschwerden lindern. Medikamentöse UnterstützungEbenso kommt die Anwendung homöopathischer Mittel bei Hitzewallungen in Frage. Bei pflanzlichen Präparaten zur Behandlung von Wechseljahresbeschwerden sollte geklärt werden, dass diese nicht hormonell wirksam sind. Sollten diese Maßnahmen nicht greifen, kann der Arzt auch bestimmte Medikamente verordnen. Dazu gehören blutdrucksenkende Mittel und Psychopharmaka. Depression und GereiztheitNicht wenige Frauen klagen im Zusammenhang mit den Wechseljahresbeschwerden auch über depressive Verstimmungen oder Gereiztheit. Auf jeden Fall sollten die Ursachen zunächst durch einen Arzt abgeklärt und evtl. erforderliche Maßnahmen ergriffen werden. Dazu gehören der Einsatz von Medikamenten (Antidepressiva) oder auch therapeutische Gespräche. Homöopathische oder pflanzliche – nicht hormonell wirksame - Mittel können unterstützend eingesetzt werden. Gelenkschmerzen als Nebenwirkungen einer antihormonellen TherapieÖstrogene haben auch einen Einfluss auf Stoffwechselvorgänge in Gelenken und Knochen, daher kann es bei einem Absenken der Östrogenspiegel durch Aromatasehemmer zu Gelenkschmerzen kommen. Wie man aus einer aktuellen Studie weiß, bessern sich die Beschwerden oftmals mit zunehmender Behandlungsdauer und können gut mit leichten Schmerzmitteln oder so genannten Nicht-steroidalen Antirheumatika beherrscht werden. Nur selten kam es in dieser Untersuchung zum Abbruch der Therapie wegen der Schmerzen [1]. Osteoporose / KnochendichteverlustDas erwünschte Absenken des Östrogenspiegels durch Aromatasehemmer kann zu einer beschleunigten Abnahme der Knochendichte (Osteoporose) führen und für einige Patientinnen das Risiko für Knochenbrüche erhöhen. Dies gilt insbesondere für Frauen mit bekannter verringerter Knochendichte oder mit einem erhöhten Risiko für eine Osteoporose. Studien haben gezeigt, dass keine Patientin mit einer normalen Knochendichte nach Therapiebeginn mit einem Aromatasehemmer eine Osteoporose entwickelte [2]. Maßnahmen zur OsteoporoseprophylaxeAlle zwei Jahre findet in St. Gallen (Schweiz) ein internationales Expertentreffen zum Thema Brustkrebs statt. Dort diskutieren Wissenschaftler über bestmögliche und neue Therapieoptionen und sprechen zudem verschiedene Behandlungsempfehlungen aus, so auch zur Prophylaxe einer Osteoporose bei Einnahme von Aromatasehemmern [3]: Besonders empfehlenswert sind Sportarten wie z.B. Gymnastik, Wandern, Walken, Schwimmen, Radfahren und Joggen. Es sollte darauf geachtet werden, dass der Oberkörper und der Arm auf der Seite, wo der Brustkrebs war, nicht so stark belastet werden. Darüber hinaus empfiehlt es sich vor Beginn einer Therapie mit einem Aromatasehemmer eine Untersuchung der Knochendichte erfolgen, um Patientinnen mit einer Osteoporose zu identifizieren. Diese Frauen sollten prophylaktisch mit Bisphosphonaten behandelt werden, um den weiteren Knochendichteverlust durch den Östrogenentzug unter einem Aromatasehemmer auszugleichen. Erste Studienergebnisse haben gezeigt, dass zusätzlich verabreichte Bisphosphonate vor einem möglichen Verlust der Knochendichte schützen, indem sie aktiv den Knochenabbau hemmen [4].
Quelle:
(me) Letzte Aktualisierung: 19.08.2009 |
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