Reine Antiöstrogene
Mit reinen Antiöstrogenen steht Frauen mit fortgeschrittenem Brustkrebs ein weiterer Behandlungsschritt zur Verfügung.

- Nicht aktiviertes Dimer
Reine Antiöstrogene binden wie die älteren Antiöstrogene an den Östrogenrezeptor.

- Abbau von Östrogenrezeptoren
Der Rezeptor wird dadurch in seiner Form so verändert, dass er nicht mehr aktiv werden kann. Im Gegensatz zu herkömmlichen Antiöstrogenen, die noch eine Rest-Rezeptorwirkung übrig lassen, schaltet das reine Antiöstrogen den Rezeptor vollständig aus (Inaktivierung).

- Die Anlagerung von Botenstoffen unterbleibt
Die Zusammenlagerung zweier Rezeptoren, die Dimerisierung, die Voraussetzung für die weitere Aktivierung der Rezeptoren ist, wird durch das reine Antiöstrogen ebenfalls behindert. Dadurch kommt es zu einem schnelleren Abbau der Rezeptoren, die Zellteilung wird verhindert. Das hormonabhängige Wachstum der Tumorzelle wird dadurch stark gebremst.
Wie wird das "reine Antiöstrogen" verabreicht?
Das reine Antiöstrogen wird mittels Spritzen in den Gesäßmuskel einmal monatlich verabreicht. Das Medikament liegt in einer Art "Depot" vor, das heißt der Wirkstoff wird in kleinen Portionen in den Körper abgegeben. Im Zeitraum bis zur nächsten Verabreichung wird aus dem Depot kontinuierlich Wirkstoff in den Körper entlassen, so dass er ständig in der benötigten Menge vorhanden ist.
Die Verabreichung der Spritzen wird im Allgemeinen gut vertragen. Mitunter kommt es zu leichten Reaktionen an der Einstichstelle
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(pp)
Letzte Aktualisierung: 21.04.2011