Vorbeugung
Viele Risikofaktoren für die Entstehung von Brustkrebs sind heute bekannt. Die weitgehende Vermeidung möglichst vieler dieser Faktoren erhöht Ihre Chance, gesund zu bleiben.
Faktoren, die mit Ihren Lebensgewohnheiten zusammenhängen, können Sie relativ leicht durch natürliche Präventionsmaßnahmen beeinflussen.
Manche Frauen haben jedoch besondere Risikofaktoren, auf die sie keinen oder nur einen sehr geringen Einfluss haben. Dazu zählen zum einen die Vererbung einer Mutation der so genannten Brustkrebsgene BRCA-1 oder BRCA-2, sowie die Menge an Östrogen, dem die Brustzellen im Laufe des Lebens ausgesetzt waren. Für Frauen mit solchen besonderen Risikofaktoren besteht die Möglichkeit einer potentiellen Erkrankung mit Medikamenten vorzubeugen.
Natürliche Vorbeugung
Mit einer gesunden Ernährung und sportlicher Betätigung können Sie wesentlich dazu beitragen Ihr persönliches Risiko an Brustkrebs zu erkranken zu verringern.
Ernährung
- Experten des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (DIfE) in Potsdam-Rehbrücke schätzen, dass mindestens jede dritte Brustkrebserkrankung in Deutschland durch eine gesunde Ernährung, die überwiegend aus pflanzlicher Kost, Getreide und Hülsenfrüchten besteht und wenig Fett enthält, vermeidbar wäre. Auch der Konsum von Alkohol sollte sehr gering gehalten oder ganz eingestellt werden. Eine Broschüre mit den kompletten Empfehlungen des DIfE finden Sie auf der Webseite des Instituts(www.dife.de). Sie können diese Broschüre kostenlos unter "Publikationen" als pdf-Datei herunterladen.
- Umfangreiche Informationen zur Ernährung bei Brustkrebs finden Sie auf der österreichischen AstraZeneca Internetseite .
Sport
- Frauen, die regelmäßig Sport treiben, haben ein geringeres Erkrankungsrisiko für Brustkrebs. Sport scheint bei jungen Frauen die Östrogenproduktion der Eierstöcke zu verringern. Sportlich aktive Menschen haben darüber hinaus geringere Fettdepots, in denen ebenfalls Östrogen gebildet wird und sie verfügen über ein besseres Immunsystem.
Medikamentöse Vorbeugung von Brustkrebs
Da das Brustkrebsrisiko mit der Menge des weiblichen Hormons Östrogen ansteigt, dem eine Frau im Laufe ihres Lebens ausgesetzt war, liegt die Schlussfolgerung nahe, dass umgekehrt das Brustkrebsrisiko gesenkt werden könnte, wenn man dem Körper Östrogen entzieht oder die Östrogenwirkung mit einem Antiöstrogen blockiert.
Antihormonelle Medikamente für die Therapie von Brustkrebs haben genau dies nach Brustkrebs nachgewiesen. Es wurden durch die Behandlung in klinischen Studien weniger Mammakarzinome auf der anderen Seite – in der nicht operierten Brust – gefunden als ohne eine antihormonelle Behandlung.
Bereits Mitte der Neunziger Jahre wurde deswegen zum ersten Mal untersucht, ob durch die Einnahme von Antiöstrogenen bei gesunden Frauen mit stark erhöhtem Brustkrebsrisiko die Wahrscheinlichkeit gesenkt werden kann, an Brustkrebs zu erkranken. Studienergebnisse liegen inzwischen vor. In Deutschland gibt es für keine der antihormonellen Brustkrebstherapien eine Indikation d.h. Zulassung zur Prävention von Brustkrebs.
(me)
AZP-6097/09
Letzte Aktualisierung: 29.07.2009