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Wachstum des Tumors

Krebszellen besitzen auf ihrer Oberfläche oder im Zellinneren so genannte Rezeptoren.  Dabei handelt es sich um Proteine, die mit bestimmten Molekülen, die im menschlichen Organismus vorkommen, eine Bindung eingehen und im Anschluss daran die Teilung der Krebszelle auslösen.

Die bekanntesten dieser Rezeptoren sind die Östrogenrezeptoren. Etwa zwei Drittel aller Brustkrebspatientinnen haben solche Östrogenrezeptoren im Inneren ihrer Tumorzellen.

Wenn das weibliche Sexualhormon Östrogen in die Tumorzelle gelangt, geht es mit dem Östrogenrezeptor eine Bindung ein. Erst eine solche Verbindung löst ein Signal aus, das die Zellteilung herbeiführt. Hormonelle Medikamente in der Brustkrebsbehandlung verhindern dies auf unterschiedlichem Weg: So genannte Antiöstrogene binden in Konkurrenz zum Östrogen an den Östrogenrezeptor. Mit LHRH-Analoga (Einsatz vor den Wechseljahren) und Aromatasehemmern  (Einsatz nach den Wechseljahren) wird verhindert, dass im Körper Östrogen produziert wird.

Bei manchen betroffenen Frauen besitzen die Tumorzellen andere Rezeptoren, die ebenso ein Zellteilungssignal auslösen, wenn ein passendes Molekül an sie bindet. Beispiele hierfür sind der "Humane Epidermale Wachstumsfaktor Rezeptor Typ2 (HER2-Rezeptor)" oder der "Epidermale Wachstumsfaktor Rezeptor (EGF-Rezeptor)".

Die Kenntnis darüber, ob und welche solcher Rezeptoren in den Tumorzellen vorhanden sind, ermöglicht es die richtige Medikamentengruppe für die Krebsbehandlung auszuwählen.

Sie interessieren sich für die Wirkung der verschiedenen Medikamentengruppen bei Brustkrebs? Detaillierte Informationen erhalten Sie in dem Kapitel  Behandlung .

 

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Quelle:

  • Brown SBF et al. Is the biology of breast cancer changing? A study of hormone receptor status 1984-1986 and 1996-1997; British Journal of Cancer (2009) 100, 807-810. doi:10.1038/sj.bjc.6604934

(pp)

Letzte Aktualisierung: 20.04.2011


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